Hausbesuch bei Google
„Eins ist klar: Die Debatte ist voller Missverständnisse. Also noch mal von vorn. Bei allem, was wir tun, fragen wir uns: Wie können wir den Leuten nutzen? Das ist offensichtlich. Selbst für unsere Kritiker. Niemand behauptet, wir würden irgendwem schaden. Niemand behauptet, wir würden uns so verhalten, dass ein Autor seine Bücher nicht mehr verkaufen kann. Überhaupt: Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Projekte wie unseres gibt es zuhauf, nur ist unseres eben das beste. Es lässt mehr Leute mehr Bücher einfacher und schneller finden und damit auch einfacher und schneller kaufen. Niemand bestreitet, dass das eine gute Sache ist.“
Der Mann lehnt sich im Sessel zurück und verschränkt die Arme hinter dem Kopf. Für einen Moment schließt er die Augen. Er will doch nur eins, er will das Gute in die Welt der Bücher bringen. Was gibt es da noch zu erklären? Der Mann ist erschöpft. Er ist über den Parkplatz des Firmengeländes gelaufen, das abseits der Stadt liegt, hingeworfen auf flaches Land, und ist eingebogen auf den Weg, an dessen Ende die drei Gebäude liegen, einundvierzig, zweiundvierzig, dreiundvierzig, in der Sonne glitzern sie wie Versprechen. Auf sie ist er zu, vorbei an den langen Tischen, an denen seine Kollegen zu Mittag essen, vorbei an der Hüpfburg, auf der ihre Kinder spielen, vorbei am Volleyballfeld und an den Plakaten für die Filmnacht.
Ideen auf engem Raum