Das Schweizer Fotografenpaar Braschler und Fischer porträtierte während sieben Monaten Chinesen in ihrer Arbeitsumgebung
taz: Frau Fischer, Herr Braschler, vor Ihrer Reise nach China hatten Sie eine Porträt-Serie in den USA gemacht, die 2007 in einem Fotoband unter dem Titel “About Americans” erschienen ist. Wie unterschied sich Ihre Arbeit mit Amerikanern von der mit Chinesen?
Mathias Braschler/Monika Fischer: Bevor wir in China anfingen, haben uns alle gewarnt: Chinesen würden sich nicht als Individuen inszenieren wollen, hieß es. Sie seien ganz anders als die Amerikaner, die große Selbstinszenierer sind und dafür auch vor dem Spiegel üben. Wir haben unterwegs erfahren, dass es gar nicht so ist. Die Chinesen haben die Aufmerksamkeit sichtlich genossen, die so ein Porträtfoto bringt.