Wie man die Revolution baut – Wolfgang Bachmann

Architektenstreit: Eine Antwort auf Wolf D. Prix

Am 30. Juni wurden die Münchner Opernfestspiele mit einem in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Festvortrag von Wolf D. Prix eröffnet. Darin macht sich der Wiener Architekt, dessen Büro Coop Himmelb(l)au weltweit bekannt ist, auch Gedanken über das Verhältnis von Nachhaltigkeit und Ästhetik: “Nachhaltigkeit verleugnet Zeichenhaftigkeit und daher ist es nicht möglich, aus diesem Begriff Nachhaltigkeit ,Ästhetik” zu generieren. Eine lebendige Ästhetik der Nachhaltigkeit gibt es nicht.” Darauf antwortet heute Wolfgang Bachmann, Chefredakteur der in München erscheinenden Zeitschrift Baumeister. SZ

Es war ein Erfolg für die Baukultur, dass zur Eröffnung der Münchner Opernfestspiele ein Architekt aufs Podium klettern und dem Publikum aus der Welt des Häuserbauens erzählen durfte. Wolf Prix von Coop Himmelb(l)au lieferte eine Vorausbotschaft und Lesehilfe für den Pavillon auf dem Marstallplatz, mit dem sich sein Atelier im nächsten Jahr als Avantgarde zeitgenössischen Bauens präsentieren will. Seine seit 40 Jahren ausgegebene Losung, um die sich auch dieser Vortrag rankte, heißt: Der Architekt darf nicht alles “im vorauseilenden Gehorsam” akzeptieren, “was sein Auftraggeber . . . von ihm verlangt”.

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