Auf Amazons Lösch-Fiasko folgt eine Debatte um Datenhoheit
Die Zerknirschung muss ihm physische Schmerzen bereitet haben. Mitte Juli schüttete Jeffrey P. Bezos, der Chef des Internetbuchhändlers Amazon, im Nutzerforum seiner Firma sein gramerfülltes Herz aus: Die “Lösung”, die Amazon gefunden habe, sei völlig idiotisch gewesen, zudem gedankenlos und nicht mit den Prinzipien des Unternehmens vereinbar. Narben werde all das hinterlassen. Und, ja, man wolle daraus lernen. Selten hat man einen CEO öffentlich derart zerrüttet erlebt. Doch noch während Bezos Schluchzen verhallte, fragte sich die adressierte Öffentlichkeit, und es fragten sich vor allem die Amazon-Kunden: Reicht das?