Zu Grabe getragen wurde er schon oft, aber diesmal trifft es den Jazz wirklich hart: Wegen der Finanzkrise werden Festivals abgesagt, Fachmagazine eingestellt und Musiker vergrault. Gibt es jetzt überhaupt noch Hoffnung? Ja. Weil keine Musikrichtung hartnäckiger am Leben hängt.
Schon 1973 war der Jazz anscheinend einen schlimmen Tod gestorben. Man weiß das deshalb so genau, weil der Rockmusiker Frank Zappa bei einem auf der Platte “Roxy & Elsewhere” dokumentierten Live-Konzert unverschämt das Gegenteil behauptete: “Jazz is not dead. It just smells funny”.
36 Jahre später mehren sich jetzt allerdings die Zeichen, dass es doch Leichengeruch sein könnte, der uns aus verschiedenen Meldungen entgegenschlägt. Das anerkannte amerikanische Magazin “JazzTimes” stellt bis auf Weiteres sein Erscheinen ein, so lange, wie es heißt, bis sich ein Kaufinteressent für das immerhin in einer 100.000er-Auflage erschienene Heft gefunden habe. Ehrlicher ist da das österreichische Zeitschriften-Pendant Jazzzeit. Das hat gerade offiziell sein unwiderrufliches Ende verkündet. …weiterlesen auf Welt
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