Seit fast einem Jahrhundert macht Tarzan nicht nur den afrikanischen Dschungel, sondern auch die Popkultur unsicher. Comics, Filme, Musicals – und jetzt gibt es auch noch ein Museum für den Helden. Das Pariser Musée du quai Branly geht dem Mythos “Tarzan” auf den Grund, vergibt dabei allerdings viele Chancen.
Paris. Im Sommer 1911 saß Edgar Rice Burroughs im Büro seiner Bleistiftspitzer-Handlung in Chicago und haderte. Er war 36 Jahre alt, hatte eine Frau und zwei Kinder – und er war so gut wie pleite. Er hatte die Militärakademie in Michigan besucht, es danach als Rinderfarmer, Bahnpolizist, Haustür-Vertreter und Buchhalter probiert. Jetzt machte er in Bleistiften, aber das lief auch nicht.
Burroughs blätterte in einem Groschenheftchen. “Pulp Magazines“ standen damals in voller Blüte. Plötzlich hatte Burroughs eine Eingebung: „Wenn Leute dafür bezahlt werden, so einen Mist zu schreiben, dann kann ich das auch.“ Er schickte einen kruden Abenteuerroman mit dem Titel „Dejah Thoris, die Prinzessin vom Mars“ an den Pulp-Verleger Thomas Metcalf. Metcalf war angetan, zahlte 400 Dollar und forderte Nachschub. …weiterlesen auf Welt
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