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	<title>Feuilletonist &#187; Schwan</title>
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		<title>In der Falle des Totalitarismus &#8211; Von Gesine Schwan</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 15:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die DDR einen »Unrechtsstaat« nennt, stellt ihre ehemaligen Bürger unter einen moralischen Generalverdacht Anfang der sechziger Jahre prangerte der polnische Philosoph Leszek Kolakowski die politische und geistige Quintessenz des Stalinismus als die »Erpressung mit der einzigen Alternative« an. Wer nicht für die jeweils offizielle kommunistische Losung eintrat, war gegen den Sozialismus. Etwas Drittes war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die DDR einen »Unrechtsstaat« nennt, stellt ihre ehemaligen Bürger unter einen moralischen Generalverdacht</p>
<p><span id="more-156"></span></p>
<p>Anfang der sechziger Jahre prangerte der polnische Philosoph Leszek Kolakowski die politische und geistige Quintessenz des Stalinismus als die »Erpressung mit der einzigen Alternative« an. Wer nicht für die jeweils offizielle kommunistische Losung eintrat, war gegen den Sozialismus. Etwas Drittes war nicht erlaubt.</p>
<p>Wer heute das Bekenntnis zum Satz »Die DDR war ein Unrechtsstaat« als Lackmustest für eine demokratische Gesinnung erzwingen will, steht in der Nachfolge der Erpressung mit der einzigen Alternative. Denn wer dagegen differenzierter argumentieren und die historische Wirklichkeit in den Blick nehmen will, steht sofort unter Verdacht, das DDR-Unrecht zu bagatellisieren. <script type="text/javascript">// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script></p>
<p>Diese Erpressung ist mit den normativen Grundlagen unserer rechtsstaatlichen pluralistischen Demokratie unvereinbar. Diese muss um ihrer existenziellen Freiheit willen verteidigen, dass es zu politischen Fragen legitimerweise unterschiedliche Antworten geben kann. Dass man nachdenken und differenzieren darf, ohne des Verrats an Freiheit und Moral verdächtigt zu werden. <a title="In der Falle des Totalistarismus" href="http://www.zeit.de/2009/27/Oped-Schwan?page=all" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf Zeit</a></p>
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