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	<title>Feuilletonist &#187; Literatur</title>
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		<title>Der große Zerfall &#8211; Von Sebastian Moll</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Rundschau (FR)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Pynchon]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht wenige eingefleischte Pynchon-Fans werden von ihrem Idol enttäuscht sein, wenn sie sein neues Werk &#8220;Inherent Vice&#8221; in die Hand bekommen. Das nicht einmal 400 Seiten starke Buch ist auf den ersten Blick ein Verrat des für seine überbordende Erzählweise berühmten wie berüchtigten Meisters an sich selbst. Es ist eine Genre-Erzählung, die sich streng an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-1035"></span>Nicht wenige eingefleischte Pynchon-Fans werden von ihrem Idol enttäuscht sein, wenn sie sein neues Werk &#8220;Inherent Vice&#8221; in die Hand bekommen. Das nicht einmal 400 Seiten starke Buch ist auf den ersten Blick ein Verrat des für seine überbordende Erzählweise berühmten wie berüchtigten Meisters an sich selbst. Es ist eine Genre-Erzählung, die sich streng an die Regeln des Noir hält, eine Etüde, bei der Pynchon seine Fantasie weniger auf die Komposition eines unüberschaubaren Roman-Gebildes verwandt hat, als auf Dialogwitz und die Skizzierung eines überaus farbenfrohen Ensembles an Charakteren.</p>
<p><a title="Der große Zerfall" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1864573_Der-neue-Thomas-Pynchon-Der-grosse-Zerfall.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf FR</a></p>
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		<title>&#8220;Man schreibt immer. Wirklich immer&#8221; &#8211; Von Armgard Seegers</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 08:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schriftsteller Siegfried Lenz über gescheiterte Pläne, Selbstdisziplin und den größten Wunsch im Alter Die Welt: Sie haben fast alle bedeutenden Ehrungen erhalten, die man als Autor bekommen kann, aber auch ein paar eigenartige wie Ehren-Alster-Schleusenwärter in Hamburg oder Ehren-Konditor. Ziehen Sie solche Ehrungen an? Siegfried Lenz: Zur dänischen Konditor-Ehre bin ich gekommen, weil ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-998"></span>Der Schriftsteller Siegfried Lenz über gescheiterte Pläne, Selbstdisziplin und den größten Wunsch im Alter</p>
<p>Die Welt:</p>
<p>Sie haben fast alle bedeutenden Ehrungen erhalten, die man als Autor bekommen kann, aber auch ein paar eigenartige wie Ehren-Alster-Schleusenwärter in Hamburg oder Ehren-Konditor. Ziehen Sie solche Ehrungen an?</p>
<p>Siegfried Lenz:</p>
<p>Zur dänischen Konditor-Ehre bin ich gekommen, weil ich in einer Fernsehsendung einmal gefragt worden bin, ob ich eine Ehrung vermisse. Da habe ich geantwortet: Ja. Ich möchte gerne Ehren-Konditor der dänischen Konditoren-Gesellschaft werden.</p>
<p><a title="Interview mit Siegfried Lenz" href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4245427/Man-schreibt-immer-Wirklich-immer.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf Welt</a></p>
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		<title>Federman bloggt &#8211; Von Oliver Jungen</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/federman-bloggt-von-oliver-jungen/2009/07/27/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 09:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die französische Polizei in das jüdische Haus in Paris eindrang, stieß die Mutter ihren Sohn in den Schrank und gab ihm ein letztes Wort mit: „Pssst!“ Der Sohn hielt sich daran und überlebte, während Eltern und Geschwister deportiert und ermordet wurden. Raymond Federman, den vor siebenundfünfzig Jahren sein Schweigen gerettet hat, emigrierte in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="more-920"></span></p>
<p>Als die französische Polizei in das jüdische Haus in Paris eindrang, stieß die Mutter ihren Sohn in den Schrank und gab ihm ein letztes Wort mit: „Pssst!“ Der Sohn hielt sich daran und überlebte, während Eltern und Geschwister deportiert und ermordet wurden. Raymond Federman, den vor siebenundfünfzig Jahren sein Schweigen gerettet hat, emigrierte in die Vereinigten Staaten – und wollte nie wieder schweigen.</p>
<p><a title="Federmann bloggt" href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E3A0BD018BA184372A123A4042B906E14~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf FAZ</a></p>
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		<title>Vom 16.07.09: Es gibt keine Sieger, nur Überlebende &#8211; Von Walter van Rossum</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/es-gibt-keine-sieger-nur-uberlebende-von-walter-van-rossum/2009/07/21/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 16:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der mexikanische Autor Jorge Volpi rechnet in seinem Roman »Zeit der Asche« mit dem 20. Jahrhundert ab Mit Jorge Volpis Roman kommt man ganz schön rum im 20. Jahrhundert. Die Geschichte von der Zeit der Asche beginnt mit den explodierenden Brennstäben von Tschernobyl 1986 – dem, wenn man so will, Mündungsfeuer der UdSSR –, geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mexikanische Autor Jorge Volpi rechnet in seinem Roman »Zeit der Asche« mit dem 20. Jahrhundert ab<span id="more-865"></span></p>
<p>Mit Jorge Volpis Roman kommt man ganz schön rum im 20. Jahrhundert. Die Geschichte von der       <em>Zeit der Asche</em> beginnt mit den explodierenden Brennstäben von Tschernobyl 1986 – dem, wenn man so will, Mündungsfeuer der UdSSR –, geht dann weiter zurück in der Zeit bis zu einem westlichen Potlatch: dem Börsencrash von 1929. Man lernt den Spekulanten Edgar J. Moore kennen, der ein ansehnliches Vermögen aus der Asche retten kann, später wird er Senator der Vereinigten Staaten von Amerika und Vater zweier Töchter: Jennifer und Allison. Jennifer, die ältere, wird bald eine der berühmt-berüchtigten Chefökonominnen des Internationalen Währungsfonds. Wir begleiten sie auf Einsätze nach Zaire, Mexiko und später nach Russland. Allison, die jüngere Schwester, macht eine Karriere von der esoterischen Heilssucherin zur Globalisierungskritikerin. Wir begleiten sie auf Einsätze nach San Francisco, auf das Mururoa-Atoll mit der <em>Rainbow Warrior</em> – dem Greenpeace-Schiff, das der französische Geheimdienst versenkte – und nach Palästina, wo sie von israelischen Panzern zermalmt wird.</p>
<p><a title="Es gibt keine Sieger nur Überlebende" href="http://www.zeit.de/2009/30/L-Volpi" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf Zeit</a></p>
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		<title>Die Leichtdenker &#8211; Von Axel Brüggemann</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/die-leichtdenker-von-axel-bruggemann/2009/07/17/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 15:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[merkur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Krise wächst die Sehnsucht nach Visionen. Doch die Kunst der Weisheit verkommt zu belanglosem Philotainment. Alles dreht sich um das private Glück. Tiefere Reflexion ist out Achtung, Fremdwort: „Eudämonologie“! Frei übersetzt bedeutet das so viel wie: „Glück kommt selten allein.“ Oder: „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ Man könnte auch sagen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>In der Krise wächst die Sehnsucht nach Visionen. Doch die Kunst der Weisheit verkommt zu belanglosem Philotainment. Alles dreht sich um das private Glück. Tiefere Reflexion ist out<span id="more-579"></span></span></p>
<p><span>Achtung, Fremdwort: „Eudämonologie“! Frei übersetzt bedeutet das so viel wie: „Glück kommt selten allein.“ Oder: „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ Man könnte auch sagen: „Du musst dein Leben ändern.“</span></p>
<p>Die meisten aktuellen philosophischen Bestseller lassen sich der „Eudämonologie“ zuordnen, also der Lehre vom Glück. Aber natürlich nennen weder der (Seelen-)Doktor-Clown Eckhart von Hirschhausen noch der Bestseller-Nachdenker Richard David Precht und nicht einmal der Philosoph Peter Sloterdijk ihre Bücher „Eudämonologie“ oder „Eudämonik“. Das könnte daran liegen, dass ein Buch mit diesem Titel schon vorliegt – geschrieben hat es der 1860 verstorbene Arthur Schopenhauer. Es könnte aber auch damit zusammenhängen, dass die bisherige „Eudämonologie“ eher ernüchternd ausgefallen ist – und damit eigentlich ein verkaufshemmendes Thema ist.</p>
<p>Während die neuen Denker das vollendete Glück versprechen, konfrontiert Schopenhauer seine Leser mit der Desillusion des Glücksbegriffs: „In Arkadien geboren sind wir alle. Das heißt, wir treten in eine Welt voll Ansprüche auf Glück und Genuss und bewahren die törichte Hoffnung, solche durchzusetzen, bis das Schicksal uns unsanft packt und uns zeigt, dass nichts unser ist, sondern alles sein, da es ein unbestreitbares Recht hat nicht nur auf all unsern Besitz und Erwerb, sondern auf Arm und Bein, Auge und Ohr, ja auf die Nase mitten im Gesicht.“ Nein, so schreibt man keinen Bestseller mehr!</p>
<p><span><a title="Philosophie: Die Leichtdenker" href="http://www.merkur.de/2009_29_Die_Leichtdenker.35764.0.html?&amp;no_cache=1" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf merkur</a><br />
</span></p>
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		<title>Es geschah am 11. September 159* &#8211; Von Christian Thomas</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 08:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Rundschau (FR)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sagt die Landung auf dem Mond datiert auf den 20. Juli 1969? Denn bereits am 11. September 159* erreichte ein Mann den Mond, im Roman von Francis Godwin, der seither die Literatur beflügelte. Die Ankunft war ein sanftes Anlanden, abgerungen einer Atempause. Fast ist man geneigt zu sagen: wie in einem Meer der Ruhe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sagt die Landung auf dem Mond datiert auf den 20. Juli 1969? Denn bereits am 11. September 159* erreichte ein Mann den Mond, im Roman von Francis Godwin, der seither die Literatur beflügelte.<span id="more-558"></span></p>
<div id="absatz1">Die Ankunft war ein sanftes Anlanden, abgerungen einer Atempause. Fast ist man geneigt zu sagen: wie in einem Meer der Ruhe geschah die Erstbesteigung. Auf diese Weise geschah es, dass nach elf Tagen der Raumfahrt der erste Mensch auf dem erdnächsten Trabanten einsegelte, nicht lärmend, keinen Staub aufwirbelnd. Überliefert ist auch das Datum, der Schritt geschah am 11. September 159*, nachweislich einem Dienstag.</div>
<p>Seitdem Dichter sich zum Mond aufmachten, und die Gedankenflüge reichen zurück bis in die Antike, taten sie es mit unterschiedlich schwerem Gepäck. Es konnte wissenschaftlicher oder literarischer Art sein, sehr leichtsinnig geschnürt sein oder sehr schwerfällig ausfallen, astronomisch äußerst akribisch, ästhetisch durchaus heikel, in den Augen der Kirche durch und durch halsbrecherisch. Für Francis Godwins Roman &#8220;Der Mann im Mond&#8221; trifft sicherlich zu, dass er die Trägheitsgesetze der Erbauungsliteratur in einem Schelmenroman aufzuheben wusste.</p>
<p><a title="Mondlandung" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1838855_Mondlandung-Es-geschah-am-11.-September-159.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf FR</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erst hinsehen, dann schreiben &#8211; Von Martin Brinkmann</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/erst-hinsehen-dann-schreiben-von-martin-brinkmann/2009/07/15/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 13:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Leipziger Textmanufaktur können Laien das literarische Schreiben lernen – in zwei Tagen. Ob das gut geht? Ein Besuch Damit hätte man wohl nicht gerechnet: Ausgerechnet Feridun Zaimoglu, der Erfinder des &#8220;Kanak Sprak&#8221;, tritt für die reine deutsche Sprache ein. Auf Fremdwörter könne der Schriftsteller getrost verzichten. Die deutsche Sprache besitze so schöne eigene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Leipziger Textmanufaktur können Laien das literarische Schreiben lernen – in zwei Tagen. Ob das gut geht? Ein Besuch<span id="more-519"></span></p>
<p>Damit hätte man wohl nicht gerechnet: Ausgerechnet Feridun Zaimoglu, der Erfinder des &#8220;Kanak Sprak&#8221;, tritt für die reine deutsche Sprache ein. Auf Fremdwörter könne der Schriftsteller getrost verzichten. Die deutsche Sprache besitze so schöne eigene Wörter! Überhaupt reagiert der türkischstämmige Schriftsteller, der nebenbei bekennt, kaum Hoch-, sondern fast nur Unterhaltungsliteratur zu konsumieren, allergisch auf &#8220;intellektuelle Scheiße&#8221;.</p>
<p>Hiervon konnten sich die gut ein Dutzend Teilnehmer eines zweitägigen Schreibseminars überzeugen, das kürzlich von der Leipziger Textmanufaktur in einer Räumlichkeit der alten Baumwollspinnerei veranstaltet wurde. Das ehemalige Werksgelände am Rande des Leipziger Stadtteils Lindenau, das heute vor allem durch die dort ansässigen Künstler der Neuen Leipziger Schule bekannt ist (der Porsche von Neo Rauch parkt um die Ecke), umgibt jede kreative Aktion mit dem entsprechenden Nimbus.</p>
<p><a title="Literarisches Leben" href="http://www.zeit.de/online/2009/29/textmanufaktur" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf Zeit</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vom Unsagbaren berichten zu müssen &#8211; Von Jürgen Verdofsky</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/vom-unsagbaren-berichten-zu-mussen-von-jurgen-verdofsky/2009/07/15/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 09:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Rundschau (FR)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gedächtnis schmerzt wie die erfrorene Hand beim ersten kalten Wind.&#8221; Warlam Schalamow wurde erstmals 1929 verhaftet, als er Lenins sogenanntes Testament mit der Empfehlung, Stalin abzusetzen, vervielfältigte. Er kam mit drei Jahren Zwangsarbeit im Nord-Ural davon. Auf die Verhaftung von 1937, da ist er dreißig, folgen 17 Jahre Lager in der sibirischen Kolyma-Region, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gedächtnis schmerzt wie die erfrorene Hand beim ersten kalten Wind.&#8221; Warlam Schalamow wurde erstmals 1929 verhaftet, als er Lenins sogenanntes Testament mit der Empfehlung, Stalin abzusetzen, vervielfältigte. <span id="more-502"></span></p>
<p>Er kam mit drei Jahren Zwangsarbeit im Nord-Ural davon. Auf die Verhaftung von 1937, da ist er dreißig, folgen 17 Jahre Lager in der sibirischen Kolyma-Region, dem &#8220;Pol der Grausamkeit&#8221;, wo die Menschen verlöschen wie das Licht. Diese Verlorenen heißen in der Lagersprache &#8220;Dochte&#8221;, die Dichter Mandelstam und Narbut waren unter ihnen.</p>
<p>Schalamow hat das &#8220;Nichtsein&#8221; erlebt. Er hat in den Abgrund geblickt, von dem er wusste, dass er sich nicht wieder schließen würde. Die Ganzheit seines Lebens ist von diesem Wissen umschlossen. Schwerstarbeit im Bergwerk, Polarkälte und Hunger, Abstumpfung und Verrohung. &#8220;Es gibt keinen Menschen, der aus der Haft zurückgekommen ist und auch nur einen einzigen Tag nicht an das Lager gedacht hätte, an die erniedrigende und schreckliche Arbeit.&#8221;</p>
<h3>Wie den Verfall aller Werte beschreiben</h3>
<p><a title="Vom Unsagbaren berichten zu müssen" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1835357_Schalamows-ueber-Prosa-Vom-Unsagbaren-berichten-zu-muessen.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf FR</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Chinas Wahrheit ist nicht elegant &#8211; Von Bernhard Bartsch</title>
		<link>http://www.feuilletonist.com/chinas-wahrheit-ist-nicht-elegant-von-bernhard-bartsch/2009/07/15/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 08:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Zeitung (BZ)]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der chinesische Schriftsteller Mo Yan erzählt, wie er vom Bauern zum Erfolgsautor wurde Mo Yan, geboren 1955 in dem Bauerndorf Gaomi in der ostchinesischen Provinz Shandong, gehört zu Chinas erfolgreichsten Gegenwartsschriftstellern. Wegen der Kulturrevolution brach er nach der fünften Klasse die Schule ab und arbeitete in einer Fabrik. Mit 20 Jahren trat er in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der chinesische Schriftsteller Mo Yan erzählt, wie er vom Bauern zum Erfolgsautor wurde<span id="more-490"></span></p>
<p>Mo Yan, geboren 1955 in dem Bauerndorf Gaomi in der ostchinesischen Provinz Shandong, gehört zu Chinas erfolgreichsten Gegenwartsschriftstellern. Wegen der Kulturrevolution brach er nach der fünften Klasse die Schule ab und arbeitete in einer Fabrik. Mit 20 Jahren trat er in die Volksbefreiungsarmee ein, wo er zu schreiben begann und sich den Künstlernamen Mo Yan zulegte, der &#8220;Ohne Worte&#8221; bedeutet. Im Ausland wurde Mo Yan durch Zhang Yimous Verfilmung seines Romans &#8220;Das Rote Kornfeld&#8221; berühmt, die 1988 auf der Berlinale den Goldenen Bären gewann. Zahlreiche Werke Mo Yans wie &#8220;Die Schnapsstadt&#8221; (Rowohlt) , &#8220;Die Knoblauchrevolte&#8221;(Unionverlag) und &#8220;Der Überdruss&#8221;(Horlemann Verlag) sind inzwischen auf Deutsch erschienen. Im September kommt im Insel-Verlag &#8220;Die Sandelholzstrafe&#8221; heraus.</p>
<p>Mo Yan, ich sage es Ihnen lieber gleich zu Anfang: In diesem Gespräch wird es viel um Schubladendenken gehen.</p>
<p>Ach du liebe Güte!</p>
<p><a title="Die Wahrheit ist nicht elegant" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0715/feuilleton/0019/index.html" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf BZ</a></p>
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		<title>Freudscher Verschreiber &#8211; Von Andrian Kreye</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 08:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung (SZ)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.feuilletonist.com/?p=484</guid>
		<description><![CDATA[Es gäbe durchaus ein politisch korrektes Wort für schwul im Arabischen. Trotzdem wird dort &#8220;schwul&#8221; schnell mit &#8220;pervers&#8221; übersetzt. Es galt als kleine Sensation, dass mit Michael Luongos Buch &#8220;Gay Travels in the Muslim World&#8221; (Schwule Reisen durch die Welt der Moslems) das angeblich erste Buch mit homosexuellem Thema ins Arabische übersetzt wurde. Der Verlag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gäbe durchaus ein politisch korrektes Wort für schwul im Arabischen. Trotzdem wird dort &#8220;schwul&#8221; schnell mit &#8220;pervers&#8221; übersetzt.<span id="more-484"></span></p>
<p><span>Es galt als kleine Sensation, dass mit Michael Luongos Buch &#8220;Gay Travels in the Muslim World&#8221; (Schwule Reisen durch die Welt der Moslems) das angeblich erste Buch mit homosexuellem Thema ins Arabische übersetzt wurde. Der Verlag Arab Diffusion in Beirut veröffentlichte den Sammelband mit Reisereportagen und Erfahrungsberichten. Umso befremdeter war Michael Luongo, als er von Schwulenorganisationen im Nahen Osten erfuhr, dass der Titel seines Buches im Arabischen auch &#8220;Perverse Reisen durch die Welt der Moslems&#8221; bedeuten kann.</span></p>
<p><span><a title="Freudscher Verschreiber" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/480768" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf SZ</a><br />
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		<title>Die Halbwelt betrügen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 10:49:52 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Christina Hoffmann &#8211; Durch ein London wie aus einem Roman von Charles Dickens hangelt sich der sechzehnjährige Adrian Mayfield. Der Junge stammt aus dem armen Osten der Stadt und ist mit einem Säufer zum Vater schon früh auf seine eigenen Beine gestellt. Zu Beginn des Romans, der im Viktorianischen Zeitalter spielt, knechtet Adrian als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Christina Hoffmann &#8211; Durch ein London wie aus einem Roman von Charles Dickens hangelt sich der sechzehnjährige Adrian Mayfield.<span id="more-388"></span></p>
<p>Der Junge stammt aus dem armen Osten der Stadt und ist mit einem Säufer zum Vater schon früh auf seine eigenen Beine gestellt. Zu Beginn des Romans, der im Viktorianischen Zeitalter spielt, knechtet Adrian als Lehrjunge eines Herrenausstatters mit Mundgeruch. Ein scheinbar besonders anspruchsvoller Kunde mit einem Faible für Lindgrün fasst Adrian bei einer schier endlosen Anprobe beherzt in den Schritt &#8211; als Entschuldigung steckt er dem Jungen ein besonders großzügiges Trinkgeld zu und seine Visitenkarte. Schwer vorstellbar, dass diese kurze Begegnung mit dem geschwätzigen Koloss Trops eine schicksalhafte werden soll. Als der Ladenbesitzer Adrian feuert, schlüpft dieser bei dem ehemaligen Kunden mit den flinken Fingern unter: Zuerst sitzt Adrian dem Kunstmaler Modell, dann lockt ihn Letzterer in sein Bett &#8211; nicht zu Adrians Missfallen.</p>
<p><a title="Die Halbwelt betrügen" href="http://www.faz.net/s/RubE6BAC0D6D45F4CB6B5F1073FB777F635/Doc~EC1DD1AF30BB34FD28F7D736931C78930~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf FAZ</a></p>
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		<title>Der wider Willen Engagierte &#8211; Von Wiebke Porombka</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 15:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tageszeitung (taz)]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Literatur? Wie genießt man? David Wagner über große Fragen und seinen demnächst erscheinenden neuen Roman Stürmisch ist es am Berliner Schlachtensee um die Mittagszeit. Immerhin hat der Wind die Regenwolken vom Vormittag vertrieben. David Wagner hat den Weg entgegen dem Uhrzeigersinn eingeschlagen, eindreiviertel Stunde dauert es, den See mit ihm einmal zu umrunden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Literatur? Wie genießt man? David Wagner über große Fragen und seinen demnächst erscheinenden neuen Roman<span id="more-160"></span></p>
<p>Stürmisch ist es am Berliner Schlachtensee um die Mittagszeit. Immerhin hat der Wind die Regenwolken vom Vormittag vertrieben. David Wagner hat den Weg entgegen dem Uhrzeigersinn eingeschlagen, eindreiviertel Stunde dauert es, den See mit ihm einmal zu umrunden. Wagner geht langsam, nicht weil er nicht schneller könnte. Er schlendert, genießt das Laufen. Mit seinem dunkelblauen Mantel, der schwarzen Armani-Brille und dem perfekt geschnittenen Haar trägt er ein wenig von der Eleganz des großstädtischen Flaneurs auf den von Wald gesäumten Uferweg. <!-- start smarty/article_rectangle.tmpl --></p>
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<p>Gehen und genießen &#8211; das hängt bei Wagner nicht ohne Grund zusammen. Dem 1971 Geborenen, der nach seinem Romandebüt &#8220;Meine nachtblaue Hose&#8221; im Jahr 1999 als einer der wichtigsten jungen Autoren gehandelt wurde, ist vor knapp zwei Jahren eine neue Leber transplantiert worden. Fast 20 Prozent derjenigen, die eine neue Leber bekommen, überleben das erste Jahr nicht, erzählt Wagner, der das Laufen in Reha-Aufenthalten erst langsam wieder lernen musste. Seit er zwölf ist, hat er von seiner Autoimmunhepatitis gewusst, einer Krankheit, bei der das Immunsystem körpereigene Leberzellen für fremdes Gewebe hält und autoimmune Antikörper bildet, die zu Leberentzündungen führen. Eine medizinische Erklärung dafür gibt es bis heute nicht. &#8220;Irgendwann würde meine Leber nicht mehr funktionieren, das war klar&#8221;, sagt Wagner. &#8220;Nur, ob dann eine Spenderleber da sein würde, das war gar nicht klar.&#8221;</p>
<p>Dass sich durch so eine Erfahrung der Blick auf das eigene Leben verändert, ist kaum anders denkbar. Nahe liegend ist die Frage, ob auch die Bedeutung des Schreibens eine andere ist. Wagner lacht, jungenhaft, wenn es um die ganz großen Fragen geht. Warum schreibt man? Was ist Literatur? Im Café würde einem die Ernsthaftigkeit solcher Fragen ein wenig peinlich sein. Hier draußen, während man nebeneinander her stapft, geht das irgendwie ganz gut. &#8220;Ein, vielleicht zwei Stunden gute Unterhaltung, die man dem Leser beschert&#8221;, antwortet Wagner, lacht noch ein bisschen mehr und stiehlt sich ein paar Schritte nach vorne.</p>
<p align="center"><strong>Spurensuche</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a title="Der wider Willen Engagierte" href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&amp;dig=2009%2F07%2F02%2Fa0110&amp;cHash=83abd6759e" target="_blank">&#8230;weiterlesen auf taz</a><strong><br />
</strong></p>
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