Ein Schengen der Musik
Den programmatischen Rahmen des Festivals setzte auch diesmal wieder der Münchner Tonträgerproduzent ECM. Anders als im vergangenen Jahr wurde nicht die gesamte Dramaturgie der Shared Sounds von dem Label dominiert, doch Auftakt und Abschluss bestritten ECM-Künstler, die eindrucksvoll zeigten, was Grenzenlosigkeit innerhalb eines klar umrissenen Systems bedeuten kann. Der norwegische Pianist Jon Balke verführte das Publikum mit einer musikalischen Science Fiction, die ohne jeden Futurismus auskam. Mit der marokkanischen Sängerin Amina Alaoui sowie einem gemischten Ensemble aus barocken Streichern, arabischen und europäischen Perkussionisten, einem algerischen Sologeiger und einem Virtuosen auf der abendländischen, aber trotzdem exotischen Erzlaute suchte er nach den Gemeinsamkeiten von arabischer und andalusischer Musik, barocker Klanganmutung und Jazz. …weiterlesen auf FR