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Musikmagazine: Abgehört – Von Stefan Michalzik
Den Musikmagazinen bröckelt ihre wirtschaftliche Basis weg. Musikmagazine und Tonträgerindustrie verbindet schon immer ein Verhältnis der wechselseitigen Abhängigkeit.
Die Magazine sind abhängig von den Anzeigen der Industrie. Die wiederum braucht die Berichterstattung, um ihre Künstler einer interessierten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Die unter den Zeichen der illegalen Downloads umsatzschwächelnde Industrie gibt weniger Geld für Werbung aus. Zudem schlägt das EU-Reklameverbot für Tabak negativ zu Buche. Krisenbedingt ist auch eine Delle bei den Inseraten für Markenartikler zu verzeichnen.

Negativer Breakeven-Point

Beim Intro-Magazin in Köln wurde 2008 “der negative Break-even-Point erreicht”, wie Herausgeber Matthias Hörstmann sagt. Und das, obwohl sich die mit IVW-geprüften 117.000 Heften in Klubs und Musikgeschäften kostenlos ausgelegte, dem subversiven Geist des Indiepops verpflichtete Zeitschrift inzwischen mit dem Titel “Deutschlands meistgelesenes Musikmagazin” schmücken könnte. Den führte bisher das mit Jahresbeginn eingemottete WOM-Magazin, das ebenfalls kostenlos über die Filialen der zu Karstadt gehörigen WOM-Kette verbreitet wurde. Der Handelskonzern hat zahlreiche WOM-Standorte geschleift, sucht einen Käufer für die verbliebenen und würde den Magazintitel gern gleich mit durchreichen.

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