Krisen sind menschlich

Von Ursula Weidenfeld – Wenn Gier Vernunft besiegt: Ein US-Nobelpreisträger und ein deutscher Publizist machen sich Gedanken zu den Ursachen des Crashs.

Wenn man beim Internetbuchhändler Amazon ein Buch bestellt, bekommt man ein paar weitere Titel als zusätzliche Lektüre empfohlen: „Kunden, die sich für dieses Buch entschieden haben, haben auch diesen Titel angesehen.“ Eine solche Empfehlung lässt sich ohne Probleme auch zur Lektüre zum Thema Weltwirtschaftskrise formulieren: Einige der vielen tausend Leser, die Paul Krugmans „Die neue Weltwirtschaftskrise“ gelesen haben, haben sich auch für Rainer Hanks „Der amerikanische Virus. Wie verhindern wir den nächsten Crash“ interessiert. Zu Recht. Beide Bücher zur Krise sind zwar schon vor ein paar Wochen erschienen, aber das macht in beiden Fällen nichts aus. Denn erstens ist immer noch Weltwirtschaftskrise und zweitens liegt der Wert beider Titel darin, dass sie über die aktuellen Erklärungsmuster hinausgehen. Gemeinsam haben sie zwar kaum etwas. Aber wenn man sich angesichts der inzwischen ziemlich unübersichtlichen Krisenliteratur orientieren will, ist man mit den beiden gut sortiert. Das Werk des internationalen Starökonomen Krugman, weil man es gelesen haben muss und weil es immer schön ist, die ein oder andere kritische Anmerkung zur Krise auf Lager zu haben. Und das Buch von Rainer Hank, weil da aus deutscher Perspektive prima zusammengefasst ist, wie es zum Desaster kommen konnte – und warum der Mensch offenbar immer wieder Krisen braucht.

…weiterlesen auf Tagesspiegel

Tags: