Helme Heine ist schlank und braun gebrannt. Er hält sich aufrecht, ist aufmerksam und höflich. Wenn er antwortet, forscht er im Gesicht des anderen, ob er auch verstanden worden ist. Und immer wieder kommt er auf Afrika zurück.
Herr Heine, Sie leben seit neunzehn Jahren in Neuseeland und haben auch zwölf Jahre in Afrika gelebt – gibt es dorthin noch eine Verbindung?
Ich bin 1965 nach Afrika gegangen. Verglichen mit der damaligen Zeit, ist die Entwicklung natürlich phantastisch, die Apartheid in Südafrika ist inzwischen abgeschafft worden, ohne Bürgerkrieg. Aber die Kriminalität, das stimmt einen traurig.
War das für Sie der Grund, das Land 1977 zu verlassen?
Ja. Meine Frau hat zwei Kinder, und ich wollte nicht, dass sie in einen Grenzkrieg, damals war es Angola, eingezogen würden. Ich verdanke Afrika sehr viel – Afrika verliert man nicht. Es ist ja der letzte Kontinent, wo Tiere und Landschaft eine Einheit bilden, das ist etwas ganz Wunderbares, so eine Ahnung davon zu haben, wie die Welt einmal war.