Im Gespräch mit Prof. Dirk Baecker

Bereits im Jahre 1991 veröffentlichte der Systemtheoretiker Dirk Baecker sein Werk „Womit handeln Banken?”. Darin beschreibt er zunächst die modernen Kreditinstitute als selbstreferenzielle Systeme, gibt sodann einen prägnanten Überblick über die Entwicklung des Bankgeschäfts seit den 1930er-Jahren, um sich schließlich der Risikoverarbeitung der Banken zuzuwenden, welcher er als Triade aus Risikostrukturen, Risikoinstrumenten und Risikomanagement betrachtet. An allen drei Fronten verfeinerten und vervollständigten sie im Laufe der Jahre ihre Strukturen und Methoden – doch auch der größten Raffinesse zum Trotz unterliegen sie in ihrer Risikowahrnehmung weiterhin einem „blinden Fleck”, so Becker, was ihr Geschäft, den Handel mit Zahlungsversprechen, zu einer recht unsicheren Angelegenheit macht. Letztes Jahr erschien das Buch in einer inhaltlich unveränderten Neuauflage, und trotz der offensichtlichen Schwächen – die Nichtberücksichtigung des zwischenzeitlichen Wandels der Finanzmärkte und der dramatischen Veränderungen des Kreditgeschäfts unter dem Stichwort „Verbriefungen” – ist es noch immer von bemerkenswerter Aktualität. „Noch die sicherste Bank ist ein unsicheres Geschäft”, resummiert Baecker – eine Erkenntnis, die anno 2009 zu einem Hunderte von Milliarden teuren Allgemeinplatz geworden ist.  …weiterlesen auf FAZ Blogs

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