Jüdische Sportlerinnen vor 1936
Was der Ausdruck “vor Glück platzen” bedeutet, meinte die 16-jährige Gretel Bergmann während eines Trainingslagers im Schwarzwald erfahren zu haben. Trotz enormer körperlicher Anstrengungen ging die begabte Sportlerin ganz in ihrem Bewegungsdrang auf. Doch einige Jahre später wurde dieser jäh gebremst.
Der Ulmer Fußballverein (UFV), dem die Leichtathletin seit früher Jugend angehörte hatte, schloss sie kurz vor ihrem 19. Geburtstag im Frühjahr 1933 aus, und die Deutsche Hochschule für Leibesübungen verweigerte ihr den bereits zugesagten Studienplatz. Wegen ihrer jüdischen Herkunft sollte Gretel Bergmann ihre Talente fortan nicht mehr für die deutsche Volksgemeinschaft einsetzen dürfen.