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Harmonisch sei die Welt – Von Mark Siemons

Was immer Chinas Rolle in der Welt heute sein mag,

ein Zentrum des globalen Diskurses ist es nicht gerade – aus vielen Gründen, unter denen die staatliche Begrenzung des öffentlichen Denkens nicht der geringste ist. Nun fand eine Konferenz statt, mit der Peking, den systemischen Nachteil kühn überspringend, die Ideenproduktion der ganzen Welt unter seinem Dach versammeln wollte: ein Weltgipfel der Think Tanks, und zwar über das alle gleich beschäftigende Thema der Wirtschaftskrise. Auf die Idee sei noch niemand gekommen, sagte Wei Jianguo, ein Mitveranstalter.

Es waren außer vielen chinesischen Delegierten am Ende dann zwar nur dreißig ausländische Institutionen der Politikberatung erschienen sowie einige ehemalige Politiker wie Henry Kissinger, Romano Prodi und Rudolf Scharping. Doch das Muster ist aufschluss- und möglicherweise folgenreich. Der Modus des „Think Tanks“ ist für Peking offensichtlich eine willkommene Möglichkeit, die Risiken eines Wettbewerbs der Ideen überschaubar zu halten: Seine Mischung aus Forschungsfreiheit, Funktionalität und institutioneller Einbettung ist anschlussfähig an die eigenen Methoden der intellektuellen Einhegung in Elitezirkeln.

Eine sehr chinesische Mischung

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