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Glasnost für Homo- und Transsexuelle – Von Knut Henkel

Homosexualität und die kubanische Revolution waren lange Zeit inkompatibel. Erst in den neunziger Jahren begann die zaghafte Öffnung gegenüber Homo- und Transsexuellen. Für deren Rechte kämpft seit einigen Jahren Mariela Castro, die Tochter von Staatschef Raúl Castro.

«Conducta impropia» steht auf der beigefarbenen Plane über dem Eingang zur Galerie Servando. Der Standort der Galerie ist gut gewählt. Sie liegt in direkter Nachbarschaft zum nationalen Filminstitut in Havanna, dem ICAIC. Für aufgeschlossene und kritisch denkende Besucher ist damit gesorgt, denn das Institut ist eine Bastion der Intellektuellen Kubas. Ein Grund, weshalb Alejandro González froh war, seine Bilder aus einer anderen, weitgehend unbekannten kubanischen Welt hier ausstellen zu können.

Entsprechend stark sind auch die Reaktionen auf die Ausstellung der Fotos von homo- und transsexuellen Kubanern, die sich allein im Atelier, zu zweit oder in kleinen Gruppen an den Stadtstränden von Havanna aufnehmen liessen. Bilder, die in Kuba für Furore sorgten. Viele Kubaner hätten keine Ahnung von diesem Teil der Realität, erklärt Iván Garcia, ein unabhängiger Journalist aus Havanna. Auch der Fotograf Alejandro González war überrascht, als er in die Welt der Homo- und Transsexuellen, der Dragqueens und Transvestiten eintauchte.

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