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Food Inc. – Essen aus der Traumfabrik – Von Jörg Häntzschel

Die Ära, in der die Amerikaner fröhlich wegmampften, was ihnen die Industrie vorsetzte, scheint zu Ende zu gehen. Mit mehreren Filmen stellt Amerika die Greuelpraktiken der Nahrungsmittelindustrie in Frage.

Das Schockierendste an dem Dokumentarfilm “Food Inc.” sind nicht die Bilder von Fleisch in allen seinen sonst verborgenen Inkarnationen: die bis an den Horizont reichenden Koppeln, wo die Rinder dicht an dicht in ihrer Scheiße stehen, ohne je einen Grashalm zu sehen; die weißliche Masse auf dem Fließband, die später als “Hamburger” gegessen wird; Hühner, die unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen; das Gemisch aus Knochen, Federn und Fett, zu dem sie kurz darauf gehäckselt werden, bevor sie als Nugget wiederauferstehen. Viel schockierender ist eigentlich die Geschichte der radikalen Industrialisierung der amerikanischen Nahrungsmittelproduktion, die der Regisseur Robert Kenner da erzählt. Denn die hat fatale Nebenwirkungen: Umweltschäden in gigantischen Ausmaßen; Arbeiter, die in den Schlachtfabriken kaputtgehen; Bauern, die drangsaliert werden wie zuletzt zu Europas Feudalzeiten; und eine Nation der Fetten und Kranken. …weiterlesen auf SZ

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