Es geschah am 11. September 159* – Von Christian Thomas

Wer sagt die Landung auf dem Mond datiert auf den 20. Juli 1969? Denn bereits am 11. September 159* erreichte ein Mann den Mond, im Roman von Francis Godwin, der seither die Literatur beflügelte.

Die Ankunft war ein sanftes Anlanden, abgerungen einer Atempause. Fast ist man geneigt zu sagen: wie in einem Meer der Ruhe geschah die Erstbesteigung. Auf diese Weise geschah es, dass nach elf Tagen der Raumfahrt der erste Mensch auf dem erdnächsten Trabanten einsegelte, nicht lärmend, keinen Staub aufwirbelnd. Überliefert ist auch das Datum, der Schritt geschah am 11. September 159*, nachweislich einem Dienstag.

Seitdem Dichter sich zum Mond aufmachten, und die Gedankenflüge reichen zurück bis in die Antike, taten sie es mit unterschiedlich schwerem Gepäck. Es konnte wissenschaftlicher oder literarischer Art sein, sehr leichtsinnig geschnürt sein oder sehr schwerfällig ausfallen, astronomisch äußerst akribisch, ästhetisch durchaus heikel, in den Augen der Kirche durch und durch halsbrecherisch. Für Francis Godwins Roman “Der Mann im Mond” trifft sicherlich zu, dass er die Trägheitsgesetze der Erbauungsliteratur in einem Schelmenroman aufzuheben wusste.

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