Neue Fakten für den Restitutionsstreit: Wie die Nationalsozialisten mit Meisterwerken der Moderne verfuhren.
Das Bild muss wie ein Schock gewirkt haben: Man kann auf ihm dem Tod buchstäblich bei der Arbeit zuschauen. Der Boden ist übersät mit zerschossenen Köpfen und zerfetzten Gliedmaßen. Am oberen Bildrand hängt ein Soldat aufgespießt in Armierungseisen. Würmer kriechen aus den Leichen, die Erde verleibt sich die Toten ein. Das monumentale Gemälde „Schützengraben“, an dem Otto Dix drei Jahre lang gearbeitet hatte, produzierte einen Skandal, als es 1923 im Kölner Wallraf-Richartz-Museum gezeigt wurde. Es musste hinter einem Vorhang verborgen werden, die Kritiker sahen in ihm „ein Stück Tiefsee, wie ein Aquarium“, und nannten es die „grausamste Darstellung des Todes, die wohl jemals gemalt worden ist“. …weiterlesen auf Tagesspiegel
Tags: Kunst im Dritten Reich