Bonn, im Dezember 2005. Die Grande Dame der Poesie sitzt im Frühstücksraum des Hotel Dreesen. In winzigen Schlückchen trinkt sie grünen Tee, aus weißem, dünnwandigem Porzellan, probiert ein paar Happen Rührei und bricht ein Stückchen vom Croissant ab. Immer wieder blickt die Dichterin hinaus auf den Rhein. Beim Anblick des Siebengebirges, auf der anderen Seite des Ufers, beginnt sie von ihrer Kindheit in dieser Gegend zu erzählen: Wie sie von Köln, gemeinsam mit dem Vater, Sonntags zum Drachenfels gefahren und mit dem Esel hinaufgeritten sei.