Der „Observer“ ist im Laufe seiner langen Geschichte schon mehrfach totgesagt worden. Sein Gründer W. S. Bourne lieh sich einhundert Pfund, um die Sonntagszeitung 1791 lancieren zu können. Er glaubte, ein „schnelles Vermögen“ machen zu können. Stattdessen verschuldete er sich und suchte bereits nach drei Jahren einen Käufer. Damals willigte die Regierung William Pitts des Jüngeren ein, den „Observer“ unter der Bedingung politischer Einflussnahme zu subventionieren – eine Lösung, die heute undenkbar wäre. Seitdem ist die inzwischen dem linksliberalen Lager zugeordnete Zeitung immer wieder in die Bredouille geraten. Trotzdem hat sie mehr als zweihundert Jahre überstanden.