Die neue „taz“-Chefredakteurin Ines Pohl über scharfe Profile, verlässlichen Ärger und die Nähe zur „Bild“
Sie wechseln an die Spitze einer Zeitung, die als nicht einfach zu führen gilt, verdienen aber um die Hälfte weniger als zuvor. Warum tun Sie sich das an?
Es ist ein Gutteil meines früheren Gehalts, auf den ich verzichte. Aber das ist es mir wert, denn die „taz“ fasziniert mich, seitdem ich Zeitung lese. Sie hat mich journalistisch geprägt.
Vor zwei Jahren hatten Sie die Möglichkeit, zur „taz“ als Ressortleiterin Politik zu wechseln, haben aber angeblich aufgrund des zu niedrigen Gehalts abgelehnt und sind bei der „HNA“ geblieben.
Das Gehalt war nur ein Argument von vielen. Mich hat damals auch das Angebot, Hauptstadtkorrespondentin zu sein für einen Pool mit 1,1 Millionen Auflage täglich, journalistisch gereizt. Jetzt freue ich mich auf die Möglichkeiten, unabhängig gestalten zu können und wieder eng in einem Team zu arbeiten.
Sie werden das Team leiten. Was für eine Chefin wollen Sie sein?
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